Überschrift

Von einem zerschundenen Agrarstaat am Ende der Kulturrevolution zur hoch technisierten zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt in knapp vier Jahrzehnten: Wenige Staaten haben sich zuletzt so dramatisch verändert wie die Volksrepublik China.

Die Filme von Jia Zhangke, einem der bedeutendsten chinesischen Regisseure der Gegenwart, sind Seismogramme dieser Transformation. Dem atemberaubenden Tempo des gesellschaftlichen Umbruchs setzen sie einen genauen Blick und einen geduldigen Rhythmus entgegen; auf heroische Zukunftsrhetorik antworten sie mit einem Sinn für die Abbrüche und Abgründe alltäglicher Geschichten. Auf Festivals weltweit ausgezeichnet, zeigen sie zugleich dem Kino als Kunstform neue Möglichkeiten auf.

Namhafte Kenner/innen von Jias Werk wie Dai Jinhua (Peking), Dudley Andrew (Yale University), Cecilia Mello (São Paulo), Rey Chow (Duke University) oder Victor Fan (King’s College London) behandeln alle Facetten, von den großen Spielfilmen über die dokumentarischen Arbeiten bis zu den Kurzfilmen.

Achtung: Bitte beachten Sie, dass die Termine im Sommersemester 2020 leider auf den Wintersemester 2020/2021 verschoben werden. Neue Termine werden demnächst hier bekannt gegeben.

„Jia Zhangke: Kino der Transformation“ wird durchgeführt vom Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum und dem Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität gemeinsam mit dem Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ an der Goethe-Universität und dem DFG-Graduiertenkolleg „Konfigurationen des Films“ in Kooperation mit der hessischen Film- und Medienakademie und dem Konfuzius Institut Frankfurt.

Kuratiert von Prof. Dr. Vinzenz Hediger
Betreuung und Begleitprogramm: Laura Teixeira